Leute!
Gibt
einiges zu erzählen.
Ich
hab bisschen was erlebt im November und Dezember. Voll spannend.
Zum
Beispiel wurden Leni und ich - zusammen bilden wir das Team
LinguB!tches (hust) - gefragt ob wir nicht einen unserer Team-Texte
beim "Hammer Slam" in Hamm zum Besten geben wollen.
Klar,
haben wir gesagt.
Und
so fuhr ich an dem besagten Donnerstag alleine nach Hamm (gut, so
ganz alleine war ich nicht, Karsten, Sarah Lau und Floehr waren mit
von der Partie) um die LinguB!tches mehr oder weniger erfolgreich zu
vertreten. Leni war leider verhindert und so musste ich mich einem
nach Wort und Witz gierigem Publikum stellen.
Spaß
hat es auf jeden gemacht - nächstes Mal aber mit Dir, Lenovski!
| (c) Sascha Drechsler // "Hammer Slam" Hamm 19.11.2015 // "Ebbe und Flut" |
Die
zweite Veranstaltung im November war für mich was ganz ganz
besonderes.
Ein
Heimspiel Deluxe quasi.
Ich
wurde vor einigen Monaten - vielleicht waren es auch Wochen, aber
meine Zeitwahrnehmung ist so großartig wie n Stück schimmliges
Toast auf Koks - gefragt ob ich nicht beim GoAhead Slam teilnehmen
möchte.
Wer
mich kennt weiß, dass ich nie "Nö" sage zu nem Auftritt -
oder zum Lacrosse zocken... äääh suchten - und selbige Ereignisse
nur abgesagt werden, wenn mich ne Grippe ans Bett fesselt und das
Fieber so Kopfschmerzen macht, dass ich keine zwei Meter geradeaus
schauen kann. Oder wenn die Deutsche Bahn beschließt, mal wieder die
Arbeit nieder zu legen.
Letzteres
passiert öfter.
Mit
dem Nichtwissen, worauf ich mich mit dieser Zusage eingelassen habe,
wird mir knapp drei Wochen vor dem Event gesagt, dass wir nicht nur
Texte für ein guten Zweck lesen, nein, das ganze nennt sich auch
noch "PROFS GEGEN PROFIS".
Da
ich mich nicht in die Prof-Schiene einordnen konnte - haha - wurde
mir klar, dass ich dann anscheinend für die Profi-Seite antrete.
Und
ich nur so "Äh? Profi? Sicher dass ich nicht nur für die Deko
da bin? Ich kann Blumen gießen - das mache ich nicht sehr gut, aber
immerhin hab ich Referenzen vorzuweisen."
Nein,
ich war nicht zur Deko da. Nicht nur. Ein bisschen. Wobei nee. Das
klingt so eingebildet.
![]() |
| Profs gegen Profis // Audi Max - Uni Paderborn 25.11.2015 // "Suffelfe" |
![]() |
| Team Profis: Mro! // Dave // Markus Lauert // August Klar // Sarah Lau (v.l.n.r.) |
Jedenfalls
bekam ich übelstes Herzflattern vor dem Auftritt - der Text war
bereits gezückt, ich saß da nippte an meiner Limo und überlegte ob
ich nicht ein Herzinfarkt vortäuschen könnte, da bat mich Dean,
der an dem Abend die Show moderierte vors Mikro.
Suffelfe
hab ich gelesen. Hatte kein Plan ob der Text ankommt (ist immer mal
so, mal so) ... aaaaaaaaaaaaaber wot schut ei säi? It wos ä wäri
nais ivänink. Und die Leute im AudiMax sind so hart abgegangen - das hab ich ja schon hart gefeiert.
So
ein Gefühl kenn ich normalerweise nur von den Konzerten die ich mit
meiner ein und anderen Band gespielt hatte. Ich war an diesem Abend
wieder ganz nah dran am Rockstar sein. Zumindest vom Feeling her. Die
Groupies lassen aber immer noch auf sich warten. Die Katzen auch.
Haha.
Es
war auf jeden ein wunderschöner Abend, den Punktemäßig Markus
Lauert für sich entscheiden konnte. Es wurde ne Menge Kohle
gesammelt für Schulprojekte in Afrika. Und ich war mit meiner Limo,
Schokolade und neu gewonnen Fans sehr sehr sehr glücklich.
(
Alle Fotos vom "Profs vs. Profis" (c) Sarah
Mevers // mehr auf Facebook)
Der
letzte Auftritt in diesem Jahr war mit meiner anderen
LinguB!tch-Hälfte beim Welcome Festival Vol. 2 in der
Kulturwerkstatt Paderbon am 12.12.2015.
Den Abend davor hatten wir ordentlich Lenis Geburtstag gefeiert - und irgendwie kam ich nicht so wirklich aus dem Bett. Dann war mein Zeitmanagement auch mal wieder unter aller Sau - und in solchen Momenten fange ich auch noch gerne an zu trödeln. Aber wir waren trotzdem pünktlich Am Ort des Geschehens.
Der ganze Tag war hefton und ultra cool. Wir haben unseren eigenen Backstagepass bekommen (sowas hab ich nur bekommen, als ich das ein oder andere Konzert mit der Band gespielt habe), Leni und ich hatten unsere eigene Garderobe - na ja, zumindest am Anfang und es wurde sich so toll um uns gekümmert.
Der ganze Tag war hefton und ultra cool. Wir haben unseren eigenen Backstagepass bekommen (sowas hab ich nur bekommen, als ich das ein oder andere Konzert mit der Band gespielt habe), Leni und ich hatten unsere eigene Garderobe - na ja, zumindest am Anfang und es wurde sich so toll um uns gekümmert.
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Es fing mit einem Infonachmittag über Flüchtlinge an, Leni und ich haben jeweils einen Text gelesen. Dann sind wir noch als LinguB!tches aufgetreten und haben unseren Mut-Text (inklusive Performance - haha) gemacht.
Ich glaub wir kamen ganz gut an, und ich hab immer wieder Spaß daran zu zweit aufzutreten. Nicht nur, dass ich total gerne mit Leni zusammen schreibe, wenn wir zusammen auf der Bühne stehen, ist das für mich immer ein bisschen wie Weihnachten und Ostern. Da wird gerockt, gelacht, Quatsch gemacht, man ist vorher zusammen aufgeregt, und hinterher zusammen erleichtert. Es ist einfach ein Fest!
Ich glaub wir kamen ganz gut an, und ich hab immer wieder Spaß daran zu zweit aufzutreten. Nicht nur, dass ich total gerne mit Leni zusammen schreibe, wenn wir zusammen auf der Bühne stehen, ist das für mich immer ein bisschen wie Weihnachten und Ostern. Da wird gerockt, gelacht, Quatsch gemacht, man ist vorher zusammen aufgeregt, und hinterher zusammen erleichtert. Es ist einfach ein Fest!
Abends standen wir noch während des Konzerts vor der Bühne, haben getanzt, getrunken und die Bands ausgecheckt. Es war richtig, richtig gut.
Und weil Leni und ich uns so freuen, gibt es hier unseren Text übers mutig sein, den wir vor einiger Zeit geschrieben haben.
______________________________________________________________
Der Text vom mutig sein
(Team LinguB!tches)
Yo
ich bin Leni
Yo ich bin Mro
Yo ich bin Mro
Und wir
sind ganz schön froh
Dass der Mut uns nicht verlassen hat
Hier heute zu Slammen im Herzen der Stadt
Dass der Mut uns nicht verlassen hat
Hier heute zu Slammen im Herzen der Stadt
Über
den eigenen Schatten springen
Und
endlich etwas Richtiges zu Stande bringen
Mut ist etwas wo jeder mit geboren wird
Und wer
sagt,dass er keinen hat,der irrt
Die
Angst nimmt immer wieder Überhand
und
klagt über Risiko und den großen Aufwand
Die
Angst ist meterhoch und wirft einen Schatten über mutige Taten
und da
gibt’s nur eins war wir dir raten
Zeig
der Angst den Mittelfinger
und
mach Mut zum einzigen Gewinner!
Du
willst sein wie Pippi Langstrumpf
und
nicht versinken im Angst getränkten Lebenssumpf
Du
willst das sagen was du denkst ohne nachzudenken
Du
willst dem Gefühl in deinem Bauch einfach mehr Aufmerksamkeit
schenken
Doch
wie kannst du Pferde in die Höhe heben
wenn
du dich schon schwer tust mit deinem eigenem Leben?
Du bist
niemals so wie Pippilotta,das ist klar
Denn im
echten Leben bist du nur wie Annika!
Zeig
der Angst den Mittelfinger
und
mach Mut zum einzigen Gewinner!
Du
stehst an der Bar,ein Bier in der Hand
Alle
tanzen wild herum,doch du stehst nur am Lebensrand
Komm
schwing zusammen mit mir dein Tanzbein
Denn
zusammen ist man viel weniger allein
Der
Mensch da vorne er lacht dich an
Doch
die Angst hat dich in ihrem Bann
Meint
er mich? Lacht er mich aus?
Die
Unsicherheit bricht aus dir heraus
Und
du verkriechst dich wieder in deinem Schneckenhaus
Zeig
der Angst den Mittelfinger
und
mach Mut zum einzigen Gewinner!
Wenn
der Mensch den du liebst, dir dein Herz bricht
Und
dir aus dem Hinterhalt ein Messer in den Rücken sticht
Doch du
ihm trotzdem jedes mal wieder Vertrauen schenkst
Und du dir für diese Entscheidung immer neue Gründe ausdenkst
Und du dir für diese Entscheidung immer neue Gründe ausdenkst
Denn
die Angst alleine zu sterben
Ist viel größer als die Scherben
Ist viel größer als die Scherben
In
denen deine Beziehung durch Streit und Respektlosigkeit geriet
Doch du hast Panik und Angst vor dem großen Schritt, dem Abschied
Doch du hast Panik und Angst vor dem großen Schritt, dem Abschied
Zeig
der Angst den Mittelfinger
Und mach Mut zum einzigen Gewinner!
Und mach Mut zum einzigen Gewinner!
Wenn dein Job die reinste Höllenqual ist
Doch du trotzdem irgendwie darauf angewiesen bist
Doch du trotzdem irgendwie darauf angewiesen bist
Aber dein Chef sich alles andere als fair verhält
Denn der gesetzliche Mindestlohn ist ihm zu viel Geld
Denn der gesetzliche Mindestlohn ist ihm zu viel Geld
Dein
Mut was zu sagen, hast du längst verloren
Denn du denkst du bist zum verlieren geboren
Denn du denkst du bist zum verlieren geboren
Für einen anderen Job, denkst du , bist du nicht gut
genug
Du gestehst dir nicht ein, es ist alles nur Selbstbetrug
Deine Meinung und du, ihr seid mehr wert als du
denkst
Es wird Zeit dass du dein Talent nicht weiter verschenkst
Es wird Zeit dass du dein Talent nicht weiter verschenkst
Zeig
der Angst den Mittelfinger
Und mach Mut zum einzigen Gewinner!
Und mach Mut zum einzigen Gewinner!
Und hier noch Eins, das viele Menschen sich nicht
trauen
Laut NEIN zu sagen, und nicht mehr weg zu schauen
Wir sagen Nein zu Atomkraft und Ressourcenverschwendung
Sagen Nein zu RTL und Casting-Sendung
Wir sagen Nein zu Atomkraft und Ressourcenverschwendung
Sagen Nein zu RTL und Casting-Sendung
Zu Homophobie und Trends wie Magerwahn
Und sagen ganz klar NEIN zur Deutschen Bahn
Wir sagen Nein zu Faschismus und Abschiebung
Und zu Schnapsideen wie G8 und 12-Jahre-Schulbildung
Wir sagen Nein zu Faschismus und Abschiebung
Und zu Schnapsideen wie G8 und 12-Jahre-Schulbildung
Wir sagen Nein zur Unterdrückung und Diktatur
Und zur Respektlosigkeit gegenüber einer fremden Kultur
Und zur Respektlosigkeit gegenüber einer fremden Kultur
Wir sagen Nein zu Diskriminierung und Sexismus
Und Nein zu Pro-Choice-Gegnern und Antifeminismus
Und Nein zu Pro-Choice-Gegnern und Antifeminismus
Wir
heben unsere Mittelfinger und sagen Nein
Auch uns fällt es manchmal schwer mutig zu sein
Auch uns fällt es manchmal schwer mutig zu sein
(c) Mro & Marlene L. - Team LinguB!tches.








