Mittwoch, 6. April 2016

"Du hast da n Braten in der Röhre!" - Sprachrohr Slam Moers

Puh, ich habe unglaublich oft diesen Blogpost angefangen, weil ich nicht so richtig in Worte fassen konnte was da so passiert ist an diesem Samstag (19.03.2016).
Ich hab es mir auch versucht irgendwie selber zu erklären, warum mir dieser Abend so wichtig war und warum es so toll war - aber ich glaube, das bleibt vielleicht erstmal in meinem Tagebuch, bis ich weiß, wie es genau ausdrücken soll.

Jedenfalls war es wundervoll. Ich hatte Spaß, ich hab tolle neue Menschen kennengelernt. Meine Eltern waren zum ersten Mal bei einem lyrischen Auftritt von mir. Und ich stand im Finale.
Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass ich die erste Runde überstehe. Der Toby, gegen den ich gebattlet hab, hatte einen tollen Text über die Ruhrpotter Kultur, bei dem ich so hart lachen musste.
Aber als ich dann da oben stand und der Keller der Röhre "Suffelfe" einfach hart abgefeiert hat (und meine Eltern auch!!!!), dachte ich mir nur so "HOLY SHIT!" und die Wertung war auf meiner Seite.
In der zweiten Runde dachte ich mir so: "Okay geil. Aber hiernach ist echt Ende."
Hab nämlich in der zweiten Runde "Ebbe und Flut" gelesen. Kommt auch ganz gut an immer, aber viele Leute setzen eher auf Witz. Bei "Ebbe und Flut" setze ich hingegen auf Emotionen und auf Herz. Weil ich finde, dass die Welt auch sowas braucht.
Und BÄM! Da hat dieser Text eingeschlagen wie ... Schokolade auf einer Kindergeburtstagsparty.
Als ich in der Pause die Toiletten aufgesucht habe (kleine Anekdote: Ich stand erstmal im Männerklo, weil es keine Ausschilderung gab und ich mich in der Tür geirrt habe. Hoppala!), würde ich gefragt, ob es mich denn auch in schriftlicher Form geben würde - Ebbe und Flut sei ein "unglaublich schönes Gedicht".
Ein anderes Mädchen feierte Suffelfe mega und meinte zu mir sie würde an diesem Abend ganz auf meiner Seite stehen und ich würde ihr sehr aus dem Herzen sprechen.

Mein kleines Herz ging auf. So tolle Komplimente bekommt man nicht so oft und seit langer Zeit bekam ich endlich wieder das Gefühl, dass ich irgendwie schon (fast) alles richtig gemacht hatte und dass es gut war, wie ich schreibe. Denn so wie ich schreibe so bin ich. Und irgendwie bin ich ja gut, so wie ich bin.

Im Finale haben ich eine Kurzgeschichte gelesen, die ich vor zwei Jahren in einem Kurs in der Uni geschrieben habe und die wir auch in einem Band veröffentlicht haben: "Regen für Sommer" heißt mein kleines Debutwerk.
Gegen Florian Schreiber aus Aachen, der von seinem Rapbattle an der Aldi-Kasse erzählte konnte ich zwar nicht ankommen - aber das ist voll okay. Florian hat echt was richtig krasses raus gehauen. Und immerhin hab ich so auf dem zweiten Platz ein Knicklicht-Laserschwert bekommen. Da bin ich doch gerne Zweite.

Hier hab ich noch ein paar tolle Fotos für euch, die der Fotowikinger gemacht hat.




















Schön wars. Danke ihr Lieben für diesen tollen Abend.

Und Danke Moers. Manchmal vergesse ich, dass du gar nicht so schäbbig bist, wie du manchmal tust.

Auf Bald!

xoxo  -  Eure Mroooooooooo! 


_____________________________________________________

Live on Stage? Termine gibt es hier!

Facebook? Klick hier!

Mro in der Zeitung!

Donnerstag, 10. März 2016

Termine, Termine, Termine!

Ahoi meine Leichtmatrosen,
hier kommen ein paar Termine für Euch!
Vormerken! Eintragen! Kommen! 


Donnerstag, 17.03.2016 - Lyriker Lounge - Lesebühne im Globetrotter Paderborn

Samstag, 19.03.2016 - Sprachrohr-Slam, Poetry Slam in der Röhre, Moers


Samstag, 09.04.2016 - Cup der guten Worte, Poetry Slam im Raum für Kunst, Paderborn

Sonntag, 24.04.2016 - Pappslam, Poetry Slam in Jules-Papp, Krefeld

Montag, 25.04.2016 - 3. Rathausslam, Poetry Slam im Rathaus Paderborn

Montag, 09.05.2016 - Kosmopoeten, Lesebühne im Sputnik Paderborn


Sonntag, 7. Februar 2016

Gute-Nacht-Poesie #5

Direkt aus meinem Herzen.
Und für meine liebe Freundin S. aus N.
Danke für große Worte in dunklen Zeiten. Du weißt. <3

_________________________________________________

Ich nehm die Schuld nicht in die Hand.
Lass mir nicht den schwarzen Peter zuschieben.
In Zeiten wie diesen hab ich erkannt
Es kann nicht immer nur an mir liegen.

Dir passen meine Haare nicht,
Und die Art wie ich grunze beim Lachen?
Dass ich die Dinge von anderen Seiten aufziehe
Und manchmal auch Hirnamputierte Sachen mache?

Du magst nicht die Art wie ich rede,
Und dass ich gerne mal "Fuck" und "Verdammt" sage?
Findest mich zu protzig, prollig, zu divenhaft?
Zu unperfekt und nicht gerade taff? 


Mein Rock ist zu kurz,
Der Mittelfinger zu hoch,
Meine Hashtags zu wild
Und meine Träume zu Groß?!

Mein Herz zu naiv
Mein Kopf zu voll
Zwischen Quatsch und Punk
Sing ich in A-Moll
Und ich singe gern laut
Und zwischen lauter schiefen Tönen
Hörst du vielleicht die Melodie
Ein paar Sarah-Originaltöne?

Ein Orchester das spielt
Und eine Meute die tanzt
Wenn du die Augen schließt
Dann erkennst du es ganz 

vielleicht.

Vielleicht auch nicht.
Und dann ist es mir auch egal.
Denn wenn du mich in Schubladen steckst.
Wenn du anfängst mich zu Labeln,
Etiketten zu verteilen,
Und mir bei nicht-gefallen die Schuld gibst, dass ich so scheiße bin und du mich nicht leiden kannst, 

dann ist das so. 

Das ist dein Problem. Es liegt an dir.

Und dann erkenne ich meine Ecken. Meine Kanten. Meine wunderschönen schiefen Töne, die ich so rausschmetter, als würde ich jeden Ton treffen.
Und, verdammt nochmal, ich find mich gut. Und das ist das einzige was zählt. 







(c) Mro